Eine aktuelle klinische Studie untersuchte die klinische Leistung von posterioren Kompositrestaurationen unter Verwendung eines universellen Adhäsivsystems mit drei unterschiedlichen Applikationsprotokollen.
Universelle Adhäsive können mit drei klinischen Strategien angewendet werden:
- Self-etch (Selbstätztechnik): Das Adhäsiv wird direkt auf Dentin und Schmelz aufgetragen, ohne vorherige Phosphorsäureätzung.
- Selective enamel etch (selektive Schmelzätzung): Phosphorsäure wird nur auf den Zahnschmelz aufgetragen, bevor das Adhäsiv appliziert wird.
- Etch-and-rinse (Total-Etch): Schmelz und Dentin werden zunächst mit Säure geätzt, bevor das Adhäsiv aufgetragen wird.
In der Studie wurden Klasse-I- und Klasse-II-Restaurationen mit diesen drei Protokollen durchgeführt. Bewertet wurden Parameter wie Retention der Restauration, marginale Adaptation, postoperative Sensibilität und Verschleiß, anhand der FDI-Kriterien über einen Zeitraum von 26 Monaten.
Die Ergebnisse zeigten, dass alle drei Applikationsprotokolle eine ähnliche klinische Leistung aufwiesen, ohne signifikante Unterschiede in der Überlebensrate der Restaurationen während des Beobachtungszeitraums.
Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass universelle Adhäsive unabhängig vom verwendeten Applikationsprotokoll gute klinische Ergebnisse liefern können, auch wenn längere Nachbeobachtungszeiten erforderlich sind.
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