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Veröffentlicht: Februar 2026
Entzündliche radikuläre Zysten: Was wurde untersucht?
Eine systematische Übersichtsarbeit analysierte die molekularen und zellulären Mechanismen der Entstehung entzündlicher radikulärer Zysten. Im Mittelpunkt standen die Vermehrung der Malassez-Epithelreste und die Umwandlung periapikaler Granulome.
Die Auswertung umfasste 14 Studien mit insgesamt 399 Proben.
Welche Ergebnisse wurden erzielt?
- Entzündungszytokine: IL-1β und IL-6 stehen mit der epithelialen Proliferation in Zusammenhang.
- Wachstumsfaktoren: EGF, KGF, TGF-β und IGF spielen eine Rolle bei den beschriebenen Regulationsmechanismen.
- Signalwege: NF-κB, MAPK/ERK, PI3K/AKT und Smad sind an den untersuchten Prozessen beteiligt.
- Zelluläre Marker: Ki-67, PCNA und CD34 sind mit epithelialer Proliferation assoziiert. MMP-13 wurde als wichtiger Regulator des Epithelverhaltens und des Matrixumbaus beschrieben.
Die Autoren beschreiben die Zystenentwicklung als Übergang von einer normalen zellulären Regulation zu einer pathologischen Signalübertragung im Rahmen einer chronischen periapikalen Entzündung.
Was bedeutet das für Ihre klinische Praxis?
Die Entstehung entzündlicher radikulärer Zysten ist mit komplexen molekularen Vorgängen verbunden, bei denen Entzündung und epitheliale Proliferation eine Rolle spielen.
Die Übersichtsarbeit basiert auf Gewebe- und Zelluntersuchungen. Sie belegt nicht, dass diese Marker bereits zur klinischen Vorhersage einer Zystenentstehung oder zur Auswahl einer bestimmten Behandlung eingesetzt werden können.
Originaltitel:
Biological mechanisms underlying the inflammatory radicular cyst formation-focus on epithelial proliferation: a systematic review of experimental cell and tissue models.
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