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Veröffentlicht: April 2026
Vitalerhaltung der Pulpa: Was wurde untersucht?
Eine systematische Übersichtsarbeit mit Netzwerk-Metaanalyse verglich die Wirksamkeit verschiedener bioaktiver Materialien zur Vitalerhaltung der Pulpa bei ausgereiften bleibenden Zähnen, einschließlich kariös bedingter Pulpaeröffnungen.
Die Übersichtsarbeit identifizierte 35 randomisierte klinische Studien mit insgesamt 2906 Zähnen. Davon befassten sich 24 Studien mit ausgereiften bleibenden Zähnen.
Untersucht wurden vollständige und partielle Pulpotomien sowie direkte und indirekte Pulpaüberkappungen. Der primäre Endpunkt war der klinische und radiologische Behandlungserfolg.
Welche Ergebnisse wurden erzielt?
- Behandlungserfolg: In den 24 Studien zu ausgereiften bleibenden Zähnen lagen die Erfolgsraten über die untersuchten Verfahren und Nachbeobachtungszeitpunkte hinweg im Allgemeinen über 93 %.
- MTA gegenüber Calciumhydroxid: höhere Erfolgswahrscheinlichkeit für MTA in wesentlichen Vergleichen, gestützt durch Evidenz hoher Sicherheit.
- Biodentine gegenüber Calciumhydroxid: günstigere Ergebnisse für Biodentine bei moderater Evidenzsicherheit.
- MTA gegenüber Biodentine: kein eindeutiger Unterschied zwischen beiden Materialien nachgewiesen.
- Zusätzliche Behandlungen: Thrombozytenkonzentrate und laserunterstützte Verfahren zeigten vielversprechende Ergebnisse, allerdings bei geringer Evidenzsicherheit.
Was bedeutet das für Ihre klinische Praxis?
Bei der Vitalerhaltung der Pulpa ausgereifter bleibender Zähne zeigten Calciumsilikatzemente wie MTA und Biodentine günstige Behandlungsergebnisse im Vergleich zu Calciumhydroxid.
Allerdings kann weder eine Gleichwertigkeit von MTA und Biodentine noch eine Überlegenheit eines der beiden Materialien festgestellt werden. Bei der klinischen Materialwahl müssen auch die Behandlungsbedingungen berücksichtigt werden, darunter Asepsis, Blutstillung und Qualität des koronalen Verschlusses.
Originaltitel:
Decision-ready evidence for vital pulp therapy: a network meta-analysis of bioactive materials in mature permanent teeth.
Quelle: Originalstudie lesen

