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Silberdiaminfluorid: Was wurde untersucht?
Eine In-vitro-Studie verglich Zahnverfärbungen und die Haftfestigkeit von Kompositrestaurationen nach drei verschiedenen Oberflächenbehandlungen an Milchzähnen: Silberdiaminfluorid (SDF), SDF in Kombination mit Kaliumiodid und Ammoniumhexafluorosilikat.
Untersucht wurden 45 extrahierte menschliche Milchzähne, aufgeteilt in drei Gruppen mit jeweils 15 Zähnen. Die Farbveränderungen wurden zu Beginn sowie nach 5 Minuten, 7 Tagen und 30 Tagen spektrophotometrisch gemessen.
Nach der Oberflächenbehandlung wurde Komposit befestigt. Anschließend erfolgten Thermozyklierung und Prüfungen der Mikroscherhaftfestigkeit.
Welche Ergebnisse wurden festgestellt?
3 zentrale Ergebnisse
- Geringste Verfärbung: Ammoniumhexafluorosilikat führte nach 30 Tagen zu den geringsten Farbveränderungen und den höchsten Helligkeitswerten.
- Stärkere Farbveränderung mit Kaliumiodid: Die Kombination aus SDF und Kaliumiodid verursachte größere Farbveränderungen als SDF allein.
- Höhere Haftfestigkeit: Die Mikroscherhaftfestigkeit war bei Ammoniumhexafluorosilikat signifikant höher als bei beiden anderen Behandlungen (p < 0,05).
Was bedeutet das für die klinische Praxis?
Unter den untersuchten Laborbedingungen zeigte Ammoniumhexafluorosilikat eine bessere Farbstabilität und höhere Haftfestigkeit als Silberdiaminfluorid allein oder in Kombination mit Kaliumiodid.
Die Autoren sehen darin eine mögliche Alternative für Milchzähne, wenn Ästhetik und die Haftung von Kompositrestaurationen wichtig sind.
Einschränkung: Da es sich um eine In-vitro-Studie handelt, lässt sich daraus keine klinische Überlegenheit bei Kindern ableiten.
Originaltitel:
Comparative evaluation of staining and micro-shear bond strength of silver diamine fluoride, silver diamine fluoride with potassium iodide, and ammonium hexafluorosilicate on primary teeth: An in-vitro study.
Autoren: Tanya Sinha und Kollegen.
Quelle: Originalstudie lesen

