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Calciumhydroxid-Extrusion: Was ist passiert?
Ein Fallbericht beschreibt eine Verletzung des Nervus alveolaris inferior durch versehentliche Extrusion von Calciumhydroxid während einer endodontischen Behandlung.
Bei einer 35-jährigen Patientin trat während der Wurzelkanalbehandlung des Zahns 46 eine Parästhesie der Unterlippe und des Kinns auf. Eine digitale Volumentomographie (DVT/CBCT) bestätigte extrudiertes Material entlang des Mandibularkanals mit dem Nervus alveolaris inferior.
Welche Ergebnisse wurden beobachtet?
3 zentrale Ergebnisse
- Anfängliche Behandlung: Die Patientin erhielt eine entzündungshemmende Therapie und Vitamin-B12-Supplementierung.
- Dreijährige Nachbeobachtung: Die Beschwerden besserten sich deutlich, bei teilweiser Wiederherstellung der Sensibilität und Abnahme der Hyperästhesie.
- Bildgebende Kontrolle: Die erneute CBCT-Untersuchung zeigte eine Resorption des extrudierten Calciumhydroxids gegenüber der Ausgangsuntersuchung.
Was bedeutet das für die klinische Praxis?
Die Autoren betonen die Bedeutung einer präzisen Bestimmung der Arbeitslänge, einer kontrollierten Einbringung intrakanalärer Medikamente und fundierter anatomischer Kenntnisse über den Nervus alveolaris inferior, um iatrogene Verletzungen zu vermeiden.
Der Fall dokumentiert nach drei Jahren eine deutliche Besserung mit teilweiser sensorischer Erholung. Eine vollständige Wiederherstellung oder die spezifische Wirksamkeit einer einzelnen medikamentösen Maßnahme wurde nicht nachgewiesen.
Originaltitel:
Inferior alveolar nerve injury following calcium hydroxide extrusion: a case report with preventive insights and three-year follow-up.
Autoren: Sofia Drouri, Chaimae Ghouni, Khaoula Sadel und Hafsa El Merini.
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