EVIDENZ | LESEZEIT: 1 MINUTE
Veröffentlicht: März 2026
Was wurde untersucht und welche Ergebnisse wurden erzielt?
Eine systematische Übersichtsarbeit untersuchte die Wirksamkeit verschiedener Behandlungsmaßnahmen bei nekrotisierenden Parodontalerkrankungen, sowohl während der akuten Erkrankungsphase als auch bei der anschließenden Behandlung von Folgeschäden und prädisponierenden Faktoren.
Insgesamt wurden 35 Studien eingeschlossen: 18 randomisierte kontrollierte Studien, 2 kontrollierte klinische Studien und 15 Fallserien.
Die wichtigsten Ergebnisse waren:
- Grundlegende Behandlung: mechanisches Debridement in Kombination mit antiseptischen Mundspülungen, beispielsweise Chlorhexidin oder Wasserstoffperoxid.
- Systemische Antimikrobiotika: vor allem Metronidazol, das sowohl ergänzend als auch als alleinige Behandlung untersucht wurde.
- Klinisches Ansprechen: Verringerung von Schmerzen und Blutungen sowie Abheilung der Ulzerationen innerhalb weniger Tage bei den untersuchten Maßnahmen.
- Photodynamische Therapie: neuere Studien zeigten kurzfristige klinische und mikrobiologische Vorteile.
Die Evidenz war heterogen und mit einem hohen Verzerrungsrisiko verbunden. Nur fünf Studien beschäftigten sich mit der Behandlung nach der akuten Phase. Keine untersuchte rekonstruktive Maßnahmen oder die langfristige Rezidivprävention.
Was bedeutet das für Ihre klinische Praxis?
Nach den Schlussfolgerungen der Autoren beruht die Behandlung hauptsächlich auf mechanischem Debridement und Antiseptika. Systemische Antimikrobiotika sollten Fällen mit systemischer Beteiligung vorbehalten bleiben.
Die photodynamische Therapie zeigte vielversprechende Ergebnisse, benötigt jedoch weitere Bestätigung. Zur rekonstruktiven Behandlung und langfristigen Rezidivprävention fehlen ausreichende wissenschaftliche Daten.
Originaltitel:
Management of Necrotising Periodontal Diseases: A Systematic Review.
Quelle: Originalstudie lesen
