Zusammenfassung in 1 Minute
Augmented-Reality-Brillen — wie Microsoft HoloLens 2 oder Magic Leap 2 — projizieren digitale Informationen direkt auf das, was der Chirurg in Echtzeit sieht. Bei der Implantatplatzierung operiert der Zahnarzt, während die Brille ihm die genaue Nervposition, den korrekten Implantatwinkel und die erforderliche Tiefe direkt über dem Patienten einblendet. Es ist wie ein chirurgisches GPS: der Mund des Patienten ist real, aber mit digitaler Führung überlagert.
Die App HoloDentist, speziell für die Implantologie entwickelt, ermöglicht die Planung von Position, Neigung und Tiefe des Implantats in holografischem 3D vor dem Eingriff — ohne konventionelle Radiologiesoftware oder sperrige Bohrschablonen. Der Chirurg zieht das gewünschte Implantat aus einer 3D-Bibliothek und positioniert es im holografischen Knochenmodell.
Ein Scoping Review aus dem Jahr 2026 analysierte 15 Studien und berichtete von Abweichungen unter 2 mm — vergleichbar mit robotischen Systemen — bei geringerem technischen Infrastrukturbedarf.
Quelle: ITI Forum Implantologicum, Übersicht 2026 — Artikel lesen
