Milchzähne zeigen Unterschiede bei der Chemikalienbelastung von Kindern mit und ohne Autismus

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Investigación dental con microscopio

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Eine im August 2026 in der Fachzeitschrift Neurotoxicology and Teratology veröffentlichte Studie stellte Unterschiede in den Konzentrationen bestimmter chemischer Substanzen in Milchzähnen von Kindern mit und ohne Autismusdiagnose fest.

Die Forschenden untersuchten ausgefallene Milchzähne von 38 Kindern, darunter 22 mit Autismus und 16 ohne diese Diagnose, mithilfe chromatografischer und massenspektrometrischer Verfahren.

Was sind die neuen Erkenntnisse?

3 wichtige Punkte

  • Milchzähne als biologische Archive: Milchzähne können zur Untersuchung chemischer Belastungen während der pränatalen Entwicklung und der frühen Kindheit genutzt werden.
  • Festgestellte Unterschiede: Von 60 Substanzen, die bei mehr als der Hälfte der Teilnehmenden nachgewiesen wurden, wiesen 57 in der Autismusgruppe höhere Konzentrationen auf. Bei 19 Substanzen waren die Unterschiede statistisch signifikant.
  • Untersuchte Stoffe: Dazu gehörten Verbindungen aus den Bereichen Pestizide, Weichmacher, Duftstoffe, Konservierungsmittel und Flammschutzmittel.

Welche Bedeutung hat dies für die Zahnmedizin?

Die Untersuchung verdeutlicht das Potenzial natürlich ausgefallener Milchzähne als biologische Proben zur Erforschung von Umwelteinflüssen in frühen Entwicklungsphasen.

Dieser Ansatz könnte zu künftigen Studien über den Zusammenhang zwischen chemischen Belastungen und der kindlichen Entwicklung beitragen.

Wichtig: Es handelt sich um eine Pilotstudie mit lediglich 38 Teilnehmenden. Die beobachteten Unterschiede zwischen den Gruppen belegen nicht, dass die nachgewiesenen Stoffe Autismus verursachen. Größere Untersuchungen sind erforderlich.

Studie: A pilot autism case-control study of pesticides and plasticizers in shed baby teeth.

Autoren: Lynne P. Heilbrun und Kollegen.

Fachzeitschrift: Neurotoxicology and Teratology, Band 117, 2026, Artikel 107710.

Quelle: Originalstudie lesen