Keramikveneers: Was die wissenschaftliche Evidenz über ihre klinische Überlebensrate zeigt

0
carilla

Keramikveneers haben sich zu einer der am häufigsten verwendeten Behandlungen in der ästhetischen Zahnmedizin entwickelt, um Farbveränderungen, Formkorrekturen, Zahnhartsubstanzverlust oder Diastemen zu korrigieren. In den letzten Jahren haben mehrere klinische Studien und systematische Reviews ihre langfristige Überlebensrate sowie Faktoren untersucht, die ihren klinischen Erfolg beeinflussen.

Eine aktuelle systematische Übersichtsarbeit analysierte mehrere klinische Studien, um die Überlebensrate von Keramikveneers sowie die mit dieser ästhetischen Behandlung verbundenen Komplikationen zu bewerten. Die Ergebnisse zeigen, dass Veneers hohe Überlebensraten aufweisen, insbesondere wenn sie überwiegend am Zahnschmelz befestigt werden.

Überlebensraten

Die in diesen Reviews eingeschlossenen Studien zeigen, dass Keramikveneers Überlebensraten von nahezu 99 % erreichen können, wenn sie hauptsächlich am Zahnschmelz adhäsiv befestigt werden, mit sehr hohen Erfolgsraten in den ersten Jahren der klinischen Nachbeobachtung.

Andere Studien berichten Überlebensraten von über 90 % nach fünf Jahren, was bestätigt, dass diese Behandlung sehr vorhersehbar sein kann, wenn eine angemessene Fallauswahl und ein korrektes adhäsives Protokoll angewendet werden.

Bedeutung des dentalen Substrats

Einer der wichtigsten Faktoren, die in der wissenschaftlichen Literatur identifiziert wurden, ist die Art des Zahnhartgewebes, an dem die Veneers befestigt werden.

Veneers, die hauptsächlich am Zahnschmelz befestigt werden, zeigen die höchsten Überlebensraten und weniger klinische Komplikationen. Wenn hingegen ein größerer Anteil der Präparation in Dentin liegt, können die Misserfolgsraten leicht ansteigen.

Dieser Befund erklärt, warum viele aktuelle Techniken der ästhetischen Zahnmedizin minimalinvasive Präparationen oder sogar Veneers ohne signifikanten Zahnschmelzverlust bevorzugen.

Hauptursachen für Misserfolg

Obwohl die Erfolgsraten hoch sind, identifizieren wissenschaftliche Reviews mehrere häufige Ursachen für Komplikationen oder Misserfolge bei Veneers:

  • Fraktur des keramischen Materials
  • Ablösung der Restauration
  • marginale Probleme
  • ästhetische Veränderungen im Laufe der Zeit

Die meisten dieser Komplikationen stehen im Zusammenhang mit Faktoren wie der adhäsiven Technik, der Okklusion des Patienten und der Menge des vorhandenen Zahnschmelzes.

Klinische Bedeutung

Insgesamt bestätigt die aktuelle wissenschaftliche Evidenz, dass Keramikveneers eine hochgradig vorhersehbare ästhetische Behandlung darstellen, insbesondere wenn das Verfahren mit korrekten adhäsiven Protokollen durchgeführt wird und möglichst viel Zahnschmelz erhalten bleibt.

Diese Ergebnisse unterstützen den aktuellen Ansatz der modernen ästhetischen Zahnmedizin, der konservative und minimalinvasive adhäsive Behandlungen priorisiert.

Quelle:
https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0022391324002154

https://www.quintessence-publishing.com/deu/en/article/849467/the-international-journal-of-prosthodontics/2013/02/a-systematic-review-and-meta-analysis-of-the-survival-of-non-feldspathic-porcelain-veneers-over-5-and-10-years