Die American Dental Association empfiehlt nichtsteroidale Antirheumatika als Erstlinientherapie zur Behandlung akuter Zahnschmerzen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.
Zusammenfassung
Die American Dental Association (ADA) veröffentlichte eine evidenzbasierte klinische Leitlinie zur Unterstützung von Zahnärzten beim Management akuter Zahnschmerzen, einschließlich Schmerzen durch Pulpitis, odontogene Infektionen und postoperativen Schmerzen nach Zahnextraktionen.
Zentrale Empfehlung
Die Leitlinie zeigt, dass nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), insbesondere Ibuprofen, allein oder in Kombination mit Paracetamol, in der Regel wirksamer sind als Opioide bei der Behandlung akuter Zahnschmerzen.
Darüber hinaus bieten diese Medikamente ein günstigeres Sicherheitsprofil und tragen dazu bei, den Einsatz von Opioiden in der Zahnmedizin zu reduzieren.
Klinische Anwendung
Die Leitlinie enthält Behandlungsprotokolle für verschiedene klinische Situationen, darunter:
- Schmerzen bei irreversibler Pulpitis
- Schmerzen nach Zahnextraktion
- odontogene Schmerzen, wenn eine sofortige Behandlung nicht möglich ist
Außerdem werden Dosierungsschemata und klinische Empfehlungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene beschrieben.
Ziel der Leitlinie
Diese Empfehlungen sind Teil des Programms der ADA für evidenzbasierte klinische Leitlinien, mit dem Ziel:
- klinische Ergebnisse zu verbessern
- sichere Behandlungen zu fördern
- unnötigen Einsatz von Opioiden in der Zahnmedizin zu reduzieren
Quelle
American Dental Association
Klinisches Dokument
ADA-Leitlinie zum Management akuter Zahnschmerzen

